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Wassertechnik /
Brunnenanlage
Bohrbrunnen
Für den Einsatz der unterirdischen Wasseraufbereitung sind besonders Filterbohrbrunnen im Lockergestein (Sand/Kies) geeignet.
Dabei nimmt die Tiefe des Bohrbrunnens keinen Einfluss auf das Verfahren.
Lebensdauer der Bohrbrunnen
Lebensdauer der Bohrbrunnen
Die im Boden verbleibenden und festgesetzten Metallverbindungen beeinträchtigen nicht die Lebensdauer des Bohrbrunnens, sondern beeinflussen sie sogar eher positiv:
- Die Festlegung der Metalloxide erfolgt in erster Linie in den nicht durchflossenen Porenecken des Bodens.
- Im Gegensatz zu oberirdischen Wassseraufbereitungen erfolgt eine Verdichtung der Metalloxide auf ein spezifisches Gewicht von ca. 4,1 g/cm³, so dass das Volumen sehr klein gehalten wird.
- Die Berechnung der Anlagen sieht vor, dass jeweils 30% Sauerstoffüberschuss in die grundwasserführenden Bodenschichten eingetragen wird, so dass nach einer Einlaufzeit keine Eisen-/Manganverbindungen bis in die unmittelbare Nähe des Brunnenfilters gelangen.
- Die Oxidation und Ablagerung der Metalloxide erfolgt durch den Sauerstoffüberschuss bereits in entsprechendem Abstand zu den Bohrbrunnen, so dass eine durch Eisen bedingte natürliche Verockerung der Bohrbrunnen selbst, wie sie vielfach gegeben ist, nicht mehr möglich ist und sich somit die Betriebsdauer der Brunnen erhöht.
- Die vielfache Anwendung der unterirdischen Wasseraufbereitung in Wasserwerken mit hohen Förderleistungen seit mehr als 2 Jahrzehnten bestätigt die positive Erfahrung in Bezug auf die Betriebsdauer der Bohrbrunnen.
- Bei einem Wasserbedarf von 10.000 l/Tag, einem Eisengehalt von 5 mg/l und einer Betriebszeit von 30 Jahren ist das Volumen der abgelagerten Eisenverbindungen (kristallines Eisenoxidhydrat) kleiner als das Porenvolumen in 600 l Sand- oder Kiesboden. Das mit sauerstoffreichem Wasser erreichte Bodenvolumen ist jedoch um ein Vielfaches höher.
Einfluss auf das Versorgungssystem
Durch die Aufbereitung im Untergrund bleibt das gesamte System, angefangen bei Bohrbrunnen, Pumpe und Druckbehälter bis hin zu den Verteilerleitungen, frei von Eisen- und Manganablagerungen bzw. diesbezüglichen Verockerungen.
Die Aggressivität von eisenhaltigem Wasser gegenüber verzinkten Rohrleitungen und Druckbehältern wird durch die Anhebung des Sauerstoffgehaltes stark gemindert. Bei sauern Wässern tritt durch den Austrag überschüssiger Kohlensäure eine weitere Minderung von Aggressivität gegenüber metallischen Werkstoffen ein. Somit wird einerseits die gewünschte Bildung einer dünnen Kalkschutzschicht im System begünstigt, andererseits die vielfach im System vorhandenen alten Eisen- und Manganablagerungen abgelöst.
Quelle: in Anlehnung an fermanox.de
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